Internethandel: Ricardo will Marktplatz für Unternehmen werden - DER SPIEGEL
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Internethandel Ricardo will Marktplatz für Unternehmen werden

Wie man Geschäftsfelder zeitig besetzt, hat das deutsche Auktionshaus ricardo.de bereits mit seinen Versteigerungen für Privatkunden bewiesen. Jetzt will das Unternehmen einen Handelsplatz für Geschäfte von Firmen untereinander anbieten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Zunächst will das Auktionshaus unter ricardobiz.com neun Online-Handelsplätze unter anderem für Restposten und industrielle Überproduktionen sowie für Produkte aus der EDV-, Textil-, und der Elektrobranche anbieten, sagte Vorstandschef Christoph Linkwitz. Damit könnten vor allem kleine und mittelständische Unternehmen künftig Waren und Dienstleistungen über das Internet handeln, Angebote einholen oder Ausschreibungen aufgeben.

In der sechswöchigen Testphase fallen nach Angaben von Linkwitz zunächst keine Gebühren für die Teilnehmer an. Danach werde ricardo.de eine Provision in Höhe von ein bis drei Prozent des Warenwertes erheben. Mit welchen Erlösen Linkwitz rechnet, wollte er vorerst nicht verraten. Auch über die rund 1000 Unternehmen, die sich bislang nach seinen Worten für den Handel bei ricardo.de haben registrieren ließen, verriet er nichts.

Dass das so genannte Business-to-Business (B2B) ein Erfolg wird, davon ist die Ricardo-Führung überzeugt. Aufsichtsratschef Eckhard Pfeiffer zitierte Studien aus den USA, wonach der Internethandel zwischen Unternehmen binnen zwei Jahren von jetzt 100 Milliarden Dollar jährlich auf 1,5 Billionen Dollar ansteigen soll.