Intervention Clement erklärt Opel zur Chefsache
Mainz - Zwar wollte Clement keine Einzelheiten seines Engagements nennen, er zeigte sich aber im ZDF-"heute journal" optimistisch, dass alle Opel-Standorte in Deutschland erhalten werden können, auch das Werk in Bochum. Allerdings gehe es um eine gewaltige Kostenreduktion, und das werde ohne Arbeitsplatzabbau wahrscheinlich nicht möglich sein, sagte Clement. Er hoffe aber, dass dieser Prozess "einigermaßen steuerbar sein" werde. Die Gespräche zwischen Opel-Management und Gewerkschaften seien jetzt Erfolg versprechender als noch vor Tagen. "Ich glaube, dass da jetzt mehr Vernunft einzieht beim Management", sagte der Minister.
Clement kritisierte erneut die Opel-Geschäftsführung und das Management der Konzernmutter General Motors. Es sei in letzter Zeit nicht gelungen, eine "Politik des Umgangs mit den Arbeitnehmern" zu finden, die zu "einem produktiven Zusammenwirken" führe. Der Wirtschaftsminister äußerte zugleich "volles Verständnis" für die Stilllegung der Produktion in Bochum durch die Arbeitnehmer, auch wenn dies letztlich "nicht hilfreich" sei. Wo Arbeitsplätze nicht erhalten werden können, soll nach Aussage von Clement versucht werden, den Arbeitnehmern mit Transfergesellschaften und Umschulungen zu helfen.