Investment: Commerzbank steigt bei Ferrari ein - DER SPIEGEL
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Investment Commerzbank steigt bei Ferrari ein

Erst Michael Schumacher, jetzt die Commerzbank - die Bande zwischen Ferrari und Deutschland werden fester. Der Frankfurter Bankenkonzern hat sich zehn Prozent der Anteile an der italienischen Sportwagenschmiede gesichert.
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Frankfurt am Main - Rund 228 Millionen Euro lässt sich die Commerzbank ihre neue Beteiligung kosten. Dafür übernimmt Deutschlands viertgrößte Geschäftsbank einen Anteil von zehn Prozent an Ferrari. Die Kapitalbeteiligung sei vom italienischen Kreditinstitut Mediobanca   weitergereicht worden, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die Mediobanca hatte zuvor insgesamt 34 Prozent an Ferrari vom Mutterhaus Fiat   übernommen, um dem italienischen Autohersteller Liquidität zu verschaffen. Dem Turiner Traditionsunternehmen, das rund 6,6 Milliarden Euro Schulden hat, schwemmt der Verkauf 775,2 Millionen Euro in die Kasse. Fiat wird weiterhin 56 Prozent an Ferrari halten.

Ursprünglich hatte Fiat geplant, die 34 Prozent der Ferrari-Anteile direkt an die Börse zu bringen. Doch nun erwirbt Mediobanca allein die Anteile an dem 1988 von Fiat übernommenen Unternehmen.

Laut Commerzbank wird die zehnprozentige Beteiligung nur vorübergehend geparkt. Falls sich die Situation an den Aktienmärkten wieder aufhellt, sollen die Ferrari-Aktien an der Börse platziert werden.

Der Sportwagenhersteller nach einer tiefen Krise zu Beginn der neunziger Jahre wieder große Erfolge mit dem Absatz der Sportwagen und zudem gerade zwei Weltmeisterschaftstitel in der Formel eins vorweisen. Der Nettogewinn fiel 2001 mit 47 Millionen Euro allerdings gering aus. Mit größeren Gewinnen rechnet Ferrari aber erst, wenn die 1997 als Sanierungsfall übernommene Sportwagenmarke Maserati die erhofften Erfolge erzielt. Während Ferrari im vergangenen Jahr 4289 Autos verkaufte, lag der Maserati-Absatz noch bei unter 1900 Stück.