Investmentbank: Morgan Stanley verdoppelt Gewinn - DER SPIEGEL
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Investmentbank Morgan Stanley verdoppelt Gewinn

Die Investmentbank Morgan Stanley und ihr Chef John Mack sind zurzeit die Lieblinge an der Wall Street. Das Unternehmen verdoppelte seinen Gewinn auf die sagenhafte Summe von knapp zwei Milliarden Dollar - innerhalb eines Quartals.
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New York - Der überraschend starke Anstieg im zweiten Quartal 2006 ist ein Indiz dafür, dass der Umbau des Instituts Früchte trägt. Unterm Strich seien in den drei Monaten bis zum 26. Mai 1,96 Milliarden Dollar verdient worden - nach 928 Millionen im Vorjahreszeitraum, teilte die Investmentbank heute mit. Je Aktie entspricht der Gewinn 1,86 Dollar - Analysten hatten im Schnitt nur mit 1,44 Dollar gerechnet. Die Einnahmen legten dank Zuwächsen in nahezu allen Bereichen um fast die Hälfte auf ein Rekordniveau von 8,9 Milliarden Dollar zu.

An der Börse kam die Quartalsbilanz außerordentlich gut an: Morgan-Stanley-Aktien verteuerten sich im frühen Handel an der Wall Street um fast fünf Prozent auf knapp 60 Dollar. Die Papiere von Morgan Stanley hätten sich im Vergleich zur Branche lange unterdurchschnittlich entwickelt, holten nun aber auf, sagte Analyst Punk Ziegel von Richard Bove. "Die Anleger können bis zu einem bestimmten Grad jetzt zuversichtlich sein, dass das Unternehmen den Umschwung geschafft hat."

Unter dem seit fast genau einem Jahr amtierenden Firmenchef John Mack ist es das vierte Quartal in Folge mit verbesserten Quartalszahlen. Mack hatte Philip Purcell ersetzt, gegen den eine Gruppe von Eigentümern und ehemaligen Managern rebellierte. Diese hatten Purcell die schwache Geschäfts- und Aktienkursentwicklung in den vergangenen Jahren angekreidet. Seit dem Amtsantritt von John Mack haben die Aktien von Morgan Stanley bislang um knapp neun Prozent zugelegt.

Auch die Morgan-Stanley-Konkurrenten haben zuletzt gute Quartalsbilanzen vorgelegt. Goldman Sachs hat seinen Nettogewinn beispielsweise auf 2,3 Milliarden Dollar nahezu verdreifacht. Lehman Brothers verdiente mit einer Milliarde Dollar knapp 50 Prozent mehr, beim kleineren Rivalen Bear Stearns betrug der Zuwachs 81 Prozent auf 539 Millionen Dollar.

kaz/Reuters