Irak-Sanktionen: Uno ermittelt gegen DaimlerChysler - DER SPIEGEL
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Irak-Sanktionen Uno ermittelt gegen DaimlerChysler

Die Vereinten Nationen ermitteln gegen DaimlerChrysler. Der Automobilkonzern soll gegen die Irak-Sanktionen der Weltorganisation verstoßen haben, so ein Magazin-Bericht.
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Hamburg - Zur Zeit des Regimes von Saddam Hussein soll DaimlerChrysler   im Rahmen des "Oil for food"-Programms gegen Sanktionen der Vereinten Nationen (Uno) verstoßen haben. Das berichtet das Magazin "Stern". Außerdem soll der Stuttgarter Konzern in eine Bestechungsaffäre verwickelt gewesen sein. Ein DaimlerChrysler-Sprecher bestätigte die Ermittlungen, lehnte aber wegen des laufenden Verfahrens eine Stellungnahme ab.

Laut Bericht hat DaimlerChrysler seine LKW-Exporte in den Irak über die Russian Engineering Company in Moskau abgewickelt. Nach Informationen des US-Senats habe dieses Unternehmen, das beste Verbindung zur Moskauer Regierung besitze, eine Schlüsselrolle beim Missbrauch des Uno-Programms gespielt.

In gleicher Sache hatten bereits die US-Börsenaufsicht SEC und das amerikanische Justizministerium Anfang August die Ermittlungen gegen DaimlerChrysler aufgenommen. In seinen Quartalsberichten schrieb der Konzern, er habe der SEC das angeforderte Material übersandt. Ein Sprecher des Unternehmens hatte gegenüber SPIEGEL ONLINE erklärt, DaimlerChrysler habe selbst ein Interesse daran, die Hintergründe aufzuklären und arbeite eng mit den US-Behörden zusammen.