Irak-Wiederaufbau: Deutschland weiter chancenlos - DER SPIEGEL
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Irak-Wiederaufbau Deutschland weiter chancenlos

Ministerpräsident Dieter Althaus will eine USA-Reise nutzen, um Investoren in sein Bundesland Thüringen zu locken. Für die gesamtdeutsche Wirtschaft hat er schlechte Nachrichten: Deutschland wird weiterhin keine Aufträge zum Wiederaufbau des Irak erhalten.
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Washington - Deutschland bleibt von der Liste der Länder, die sich um Generalaufträge für den Wiederaufbau des Iraks bewerben können, weiterhin ausgeschlossen. Dies berichtete der amtierende Bundesratspräsident, der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU), am Mittwoch nach Gesprächen mit Regierungsvertretern in Washington. Er könne die Argumente der US-Regierung nachvollziehen, glaube aber, dass Deutschland wirtschaftlich wie humanitär Wichtiges zur Stabilisierung des Irak beitragen könne, so Althaus.

Der CDU-Politiker sagte, er habe bei seinen Gesprächen im US-Außenministerium, mit Handelsminister Donald Evans sowie mit Senatoren und Abgeordneten den großen Wunsch der Amerikaner gespürt, die transatlantischen Beziehungen weiter auszubauen und zu intensivieren. Daran könnten auch manche Differenzen der jüngsten Vergangenheit nichts ändern. Notwendig sei weiterhin ein intensiver Dialog zwischen Europa und den USA. Es dürfe keinen Zweifel an der Bedeutung des Bündnisses und der NATO für beide Seiten geben.

Althaus, der am Montag in Washington eingetroffen war, wird von einer Wirtschaftsdelegation seines Bundeslandes begleitet. Er habe die Treffen in Washington auch genutzt, für den Wirtschaftsstandort Thüringen zu werben, sagte der Ministerpräsident. Bis zum Freitag werden er und seine Delegation noch verschiedene führende US-Wirtschaftsvertreter sprechen, unter anderem in Detroit Chrysler-Chef.