IWF-Chefposten: Köhler-Kür am Donnerstag - DER SPIEGEL
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IWF-Chefposten Köhler-Kür am Donnerstag

Ein wochenlanges Tauziehen geht zu Ende. Am Donnerstag wird der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) einen neuen Chef küren. Die Zustimmung des Gremiuns für den EU-Kandidaten, Horst Köhler, gilt als sicher. Der Deutsche ist der einzige Bewerber für das Amt.
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Washington - Köhler wäre der erste Deutsche an der Spitze der Organisation. Der 57-jährige ist seit 1998 Chef der in London ansässigen Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) und war früher Staatssekretär im Bundesfinanzministerium.

Köhler hat sich für einen moderaten Umbau der Organisation ausgesprochen. Bei seiner Vorstellung in der vergangenen Woche in den USA hatte er für eine größere Öffnung des IWF nach außen, etwa gegenüber dem US-Kongress und Nicht-Regierungsorganisationen plädiert. Innerhalb der Mitgliedsstaaten des IWF ist eine Debatte über eine Neuorganisation und die künftigen Strategie des IWF entbrannt. So sind unter anderem im US-Kongress Stimmen laut geworden, die eine drastische Einschränkung der Vergabe von Krediten an Entwicklungsländer fordern.

Das Tauziehen um die Besetzung des Postens hatte in den vergangenen Wochen zu Verstimmungen zwischen Europa und den USA geführt. Der ursprüngliche EU-Kandidat, der deutsche Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser, scheiterte am Widerstand aus Washington. Nach der Nominierung Köhlers zogen der Amerikaner Stanley Fischer und der Japaner Eisuke Sakakibara ihre Kandidaturen zurück.