J.P. Morgan Chase 4000 Investmentbanker sollen ihren Job verlieren
New York - Das sei rund ein Fünftel der 20.000 Investmentbanker, die J.P. Morgan Chase beschäftigt, berichtete die Agentur am Freitag nach Börsenschluss. Die Kreditverluste seien in die Höhe geschossen, hieß es unter anderem zur Begründung.
Damit wären seit der Übernahme der Investmentbank J.P. Morgan durch Chase Manhattan im Dezember 2000 bereits 14.000 Mitarbeiter entlassen worden, berichtete "Bloomberg". Dies seien fast ebenso viele Mitarbeiter wie J.P. Morgan vor ihrer Übernahme durch Chase hatte.
Nach Angaben von "Bloomberg" sollen die Entlassungen um den 16. Oktober bekannt gegeben werden, wenn J.P. Morgan Chase seine Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal 2002 vorlegen will.
J.P. Morgan Chase unter anderem auch unter Kreditverlusten bei Telekom- und Technologieunternehmen. Zudem werde die Bank wegen ihrer Geschäftsbeziehungen zu dem bankrotten Energiehändler Enron untersucht und habe in Argentinien Geld verloren, heißt es in dem "Bloomberg"-Bericht. Der Aktienkurs fiel am Freitag um 1,08 Dollar auf 16,54 Dollar gegenüber einem Zwölfmonats-Hoch von 40,95 Dollar.
Die Großbank gab keine Stellungnahme zu dem Bericht ab.