Jahresbilanz Cisco erkauft sich Stillstand
San Jose - Die Gesellschaft hat ihre Diversifizierung mit Firmenaufkäufen fortgesetzt und hat weiter Kosten gespart. Cisco verdiente im Schlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 982 Millionen Dollar oder 14 Cent je Aktie gegenüber einem Gewinn von 772 Millionen Dollar oder zehn Cent je Aktie in dem entsprechenden Abschnitt des Vorjahres. Der Umsatz schrumpfte um 2,6 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar.
Die Börse konnte sich über den Gewinnanstieg um 27 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2002 nicht freuen. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses, dass im Rahmen der Analystenprognosen gelegen hatte, schmierte die Aktie im nachbörslichen Handel um fünf Prozent ab.
Stagnation im Gesamtjahr
Der Jahresumsatz lag mit 18,88 Milliarden Dollar minimal Niedriger als im Geschäftsjahr 2001/2002. Der Gewinn verdoppelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 3,6 (1,9) Milliarden Dollar. Der Jahresgewinn pro Aktie legte auf 50 (25) Cent je Aktie zu.
Konzernchef John Chambers, dessen Unternehmen als Fieberthermometer der Technologiebranche gilt, sprach von einem "weiteren soliden Quartal in einem Markt mit Herausforderungen". Cisco habe einige der besten Finanzergebnisse der Firmengeschichte erzielt. Die Investitionen und Strategien der vergangenen drei Jahre zahlen sich nach Darstellung des Firmenchefs aus.
Teuer erkauftes Mini-Wachstum
Für das kommende Geschäftsjahr gab Cisco eine wenig euphorische Prognose ab: Finanzvorstand Dennis Powell sagte, im laufenden ersten Quartal werde der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal nur um zwei bis vier Prozent wachsen. Fast der gesamte von Cisco berechnete Umsatzzuwachs in Höhe von 115 Millionen Dollar lässt sich allerdings durch den Aufkauf des Unternehmens Linksys erklären, den Cisco kürzlich für 480 Millionen Dollar erworben hatte.