Job-Kahlschlag: T-Systems baut über 3000 Stellen ab - DER SPIEGEL
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Job-Kahlschlag T-Systems baut über 3000 Stellen ab

Die Kosten sollen runter - deshalb streicht die Telekom in der kriselnden Geschäftskundensparte T-Systems massiv Stellen. Mehr als 3000 Arbeitsplätze werden verlagert - in das Billiglohnland Indien.
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Bonn - Profitabler und effizienter - mit diesen Schlagworten umriss die Deutsche Telekom schon lange die Ziele für die angeschlagene Tochter T-Systems. Jetzt haben die Gerüchte, wie das erreicht werden soll, ein Ende: T-Systems-Chef Reinhard Clemens stellte unmissverständlich klar: "Jedes Jahr werden wir 3000 bis 4000 Stellen streichen."

Von den Stellestreichungen betroffen ist die Sparte Systemintegration, in der weltweit 15.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, davon 8000 in Deutschland. Der Stellenabbau ist Teil des laufenden Sparprogramms, mit dem T- Systems die Kosten bis zum Jahr 2010 um rund 800 Millionen Euro senken will.

Die Gewerkschaften hat der Telekommunikationskonzern nach eigenen Angaben über die anstehenden Stellenstreichungen bereits informiert. "Wir sind uns einig, dass dieser Weg so verfolgt werden muss", sagte Clemens.

T-Systems ist die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom. Der Umsatz beläuft sich auf knapp 13 Milliarden Euro, die Zahl der Mitarbeiter liegt bei 56.000.

Die Sparte leidet seit längerem unter dem harten Wettbewerb. T-Systems hat zudem mit hohen Kosten für die Entwicklung von Software-Lösungen zu kämpfen - zumal Konkurrenten ihre Standorte zum Teil in Billiglohnländer verlagert haben. Um wettbewerbsfähige Preise bieten zu können, ging T-Systems unter anderem die Kooperation mit dem amerikanisch-indischen Konzern Cognizant ein. Dorthin sollen die Arbeitsplätze nun ausgelagert werden.

Die Telekom hatte ihre Partnerschaft mit Cognizant Anfang März nach langer Suche bekannt gegeben. Die Unternehmen arbeiten im Bereich Systemintegration zusammenn, der insbesondere Großprojekte wie das Lkw-Mautsystem Toll Collect oder das Satellitennavigations-Projekt Galileo betreut. Telekom-Chef René Obermann hatte schon damals angedeutet, dass die Zusammenarbeit zu Stellenstreichungen führen werde.

sil/Reuters/dpa