Jobabbau: Neckermann streicht jede zehnte Stelle - DER SPIEGEL
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Jobabbau Neckermann streicht jede zehnte Stelle

Neckermann-Mitarbeiter müssen bangen: 500 Jobs sollen wegfallen - die meisten davon in Deutschland. Der Stellenabbau sei unvermeidlich für den Turn around, heißt es im Unternehmen.
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Frankfurt am Main - Die Verluste waren offenbar zu hoch: Es sei nicht zu verhindern, dass 500 Arbeitsplätze gestrichen werden, um die weltweit verbleibenden 4500 Jobs zu sichern, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die meisten Stellen sollen in Frankfurt wegfallen, wo derzeit 2700 Mitarbeiter in der Versandzentrale arbeiten. 50 Arbeitsplätze werden im Ausland gestrichen.

Das traditionsreiche Versandhaus wurde 1950 von Josef Neckermann gegründet. Anfang des Jahres übernahm der Finanzinvestor Sun 51 Prozent an der Firma. Neckermann erzielte 2007 einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro - wie hoch die Verluste sind, ist nicht bekannt.

In zwei Jahren will das Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben. Zudem sollen alle Geschäftsbereiche umstrukturiert werden. Künftig will Neckermann das Internet-Geschäft weiter ausbauen. Bis 2010 sollen statt 50 Prozent 70 Prozent Waren online bestellt werden. Derzeit hat der Konzern 250.000 Artikel im Sortiment.

Der Versandhandel ist getrennt von dem Reiseveranstalter Neckermann, der zur Arcandor-Beteiligung Thomas Cook gehört.

cvk/dpa