Jürgen Schrempp Kniefall im Wüstensand?
Kuweit - DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp soll sich einem Agenturbericht zufolge mit Vertretern der kuweitischen Regierung getroffen haben, die zweitgrößter Aktionär des Autokonzerns ist. Schrempp sei mit Emir Scheich Dschabir al-Ahmed al-Sabbah zusammen gekommen, meldete die kuweitische Nachrichtenagentur "Kuna" am Montag.
"Ich weiß nicht, warum er hier ist, aber ich glaube, Herr Schrempp trifft sich mit den Großinvestoren, um Vertrauen aufzubauen", sagte ein kuweitischer Finanzanalyst mit Blick auf die jüngsten Spekulationen über die Möglichkeit einer Übernahme des deutsch-amerikanischen Autobauers. Bei DaimlerChrysler war zunächst keine Stellungnahme in der Sache zu erhalten.
"Kuna" zufolge sollen auch der Finanzminister des Golfstaates, Scheich Ahmed al-Abdullah al-Sabbah, und der Chef der staatlichen Investitionsbehörde, Saleh Mubarak al-Falah, an dem Treffen mit Schrempp teilgenommen haben.
Das Land Kuweit hält rund sieben Prozent an dem Konzern, der in den vergangenen Wochen wegen hoher Verluste bei seiner US-Tochter Chrysler in die Krise geraten war. Vor einigen Tagen kamen zudem Spekulationen auf, beratende Investmentbanken arbeiteten an einer Strategie zur Abwehr einer Übernahme von DaimlerChrysler.