Jukos-Affäre: Schröder stellt Putin Persilschein aus - DER SPIEGEL
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Jukos-Affäre Schröder stellt Putin Persilschein aus

Zu Beginn seines Russland-Besuches ist Kanzler Schröder anscheinend um eine gute Gesprächsatmosphäre bemüht. Die Verhaftung des potenziellen Putin-Rivalen und Ölmilliardärs Chodorkowski sei aus seiner Sicht ein Beispiel für Rechtsstaatlichkeit, sagte Gerhard Schröder in Moskau.
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Moskau - "Es gibt keine Anhaltspunkte, dass das nicht mit rechtsstaatlichen Mitteln vor sich geht", sagte Schröder, nachdem er in der russischen Hauptstadt eingetroffen war.

Zugleich deutete er an, dass er die Affäre um Chodorkowskis Konzern als innerrussische Angelegenheit versteht. "Das ist ein Vorgang, der zunächst einmal Russland betrifft", sagte Schröder, und weiter: "Ich kann durchaus nachvollziehen, das ein Staat Steuern auch haben will." Jukos soll nach dem Willen der Autoritäten Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe leisten.

Nach Angaben eines Sprechers kann Jukos die Forderungen aber nicht bedienen. Viele Beobachter werten das Vorgehen gegen Jukos auch als politisch motiviert, da dem seit Oktober inhaftierten Großaktionär und früheren Konzernchef Chodorkowski politische Ambitionen auch auf das Präsidentenamt nachgesagt wurden.

Zur drohenden Bankenkrise in Russland äußerte sich Schröder zunächst nicht. Er sagte aber, das Vertrauen ausländischer Investoren in Russland sei groß. "Das hat gute Gründe, weil da viele Dinge in Bewegung gesetzt worden sind in den letzten Jahren."