Jukos-Prozess: Ex-Sicherheitschef wegen Mordes verurteilt - DER SPIEGEL
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Jukos-Prozess Ex-Sicherheitschef wegen Mordes verurteilt

Die russische Justiz hat im Prozess gegen ranghohe Mitarbeiter des Ölkonzerns Jukos ein erstes Urteil gefällt. Ein Moskauer Gericht verurteilte Alexej Pitschugin, ehemals Leiter des Sicherheitsdienstes, zu 20 Jahren Haft.
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Moskau - Pitschugin habe im Jahr 2002 ein Ehepaar in der südrussischen Stadt Tambow ermorden lassen, nachdem er von diesem erpresst worden sei, urteilte ein Moskauer Stadtgericht. Außerdem habe Pitschugin ein Attentat auf eine Beraterin des früheren Jukos-Chefs Michail Chodorkowski verübt, das die Frau überlebte.

Die Verteidigung Pitschugins kündigte Berufung gegen das Urteil an. "Es gibt keine Beweise für die Schuld", sagte der Anwalt Georgi Kaganer. Bis heute sind die Leichen des mutmaßlich ermordeten Ehepaares nicht aufgefunden worden.

Regierungskritiker sehen in den Verfahren gegen die Jukos-Führung einen Versuch des Kremls, Chodorkowski zu entmachten und die Erdölindustrie dem Kreml zu unterstellen. Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag zehn Jahre Haft für Chodorkowski und dessen Geschäftspartner Platon Lebedew gefordert. Beiden werden unter anderem Steuerhinterziehung und schwerer Betrug zur Last gelegt. Mit einem Urteil wird ab Mitte April gerechnet.