Käfer speckt ab - DER SPIEGEL
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UNTERNEHMEN Käfer speckt ab

• aus DER SPIEGEL 50/2002
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Die Münchner Gastronomie-Gruppe Feinkost Käfer, bis vor kurzem bevorzugter Hoflieferant von Unternehmen der New Economy, muss bei seinen Kosten kräftig abspecken. Damit sollen Einbußen im Einzelhandel, dem Geschenkversand sowie seinen Lokalen ausgeglichen werden. Noch vor zwei Jahren hatte Firmenchef Michael Käfer verkündet, die Familienfirma (1000 Beschäftigte, 90 Millionen Euro Umsatz) bis spätestens 2004 an die Börse zu bringen. Doch davon ist inzwischen keine Rede mehr. Im laufenden Geschäftsjahr brachen die Umsätze, die seit Käfers Amtsantritt 1995 üppig gestiegen waren, um bis zu sechs Prozent ein. »Selbst vermögende Kunden halten sich auffallend zurück«, klagt der Jungunternehmer, »weil sie durch die Steuerpläne der Bundesregierung zutiefst verunsichert sind.« Mit einem Sparprogramm will der Juniorchef sein Imperium wieder hochpäppeln. Sollte die Flaute anhalten und Bundesfinanzminister Hans Eichel seine Drohung wahr machen, Kundenpräsente nicht mehr als Betriebsausgaben anzuerkennen, will Käfer in der Warenannahme, der Verwaltung oder der Küche Personal abbauen.

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