Käufersuche: Armani will sein Mode-Imperium loswerden - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Käufersuche Armani will sein Mode-Imperium loswerden

Der Grandseigneur der italienischen Mode Giorgio Armani bereitet seinen Abschied vor. Erstmals hat der Designer öffentlich Verkaufsabsichten für sein Unternehmen signalisiert. Es dürfte eine Milliardentransaktion werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mailand - "Ich bin bereit, an denjenigen mit dem besten Angebot zu verkaufen", sagte Armani dem "Handelsblatt". Der Modekonzern gilt schon seit Längerem als interessanter Übernahmekandidat, Armani selbst hatte sich dazu bisher aber nicht öffentlich geäußert. Das Unternehmen ist das letzte noch von seinem Gründer geführte große italienische Modehaus.

Dass sich der französische Kosmetikkonzern L’Oréal für Armani interessiert, wollte Giorgio Armani nicht bestätigen. "L’Oréal könnte ein Partner sein. Aber wenn jemand anders mehr bietet, kann auch der der Partner sein", sagte er dem "Handelsblatt" zufolge bei der Eröffnung einer Armani-Ausstellung in Mailand. Experten schätzen den Wert von Armani auf fünf Milliarden Euro.

Bisher hatte sich der Chef-Designer, Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzende stets einem Verkauf widersetzt. Möglicherweise kann die Zukunft der bekanntesten italienischen Modemarke aber nur noch so gesichert werden. Denn Giorgio Armani ist mittlerweile 72 Jahre alt und hat keine Kinder, die das Unternehmen übernehmen könnten.

In den vergangenen Monaten waren Spekulationen aufgekommen, Armani könnte doch in Familienhand bleiben. Denn die Nichte Roberta Armani, die als Designerin bei ihrem Onkel arbeitet, war auffällig häufig in den Medien präsent, und bei der Modenschau im Januar trat sie zum Schluss auf die Bühne. Mit den jüngsten Äußerungen des Designers scheint nun doch ein Verkauf wahrscheinlicher.

wal