Kaffee-Kosten: Tchibo schraubt den Preis nach oben - DER SPIEGEL
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Kaffee-Kosten Tchibo schraubt den Preis nach oben

Kaffeetrinker müssen ab Januar 2005 wieder mehr investieren: Nach Kraft und Melitta hat nun auch der Marktführer die Pfund-Preise angehoben - und das gleich kräftig.
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Hamburg - Ab Anfang 2005 soll das Pfund im Schnitt 70 Cent mehr kosten, wie Tchibo am Mittwoch mitteilte. Melitta und die Jacobs-Mutter Kraft hatten Steigerungen in ähnlicher Höhe schon Anfang der Woche angekündigt.

Die Begründung ist immer die gleiche: Die Rohstoffpreise auf den Weltmärkten seien insbesondere für höherwertige Sorten wie Arabica gestiegen, hinzu kämen gestiegene Energiekosten. Diese verteuerten unter anderem die Herstellung der Verpackungen.

Schere zwischen Weltmarkt- und Verbraucherpreisen

Ein Pfund Kaffee kostete den Verbraucher Mitte Dezember nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbands nur noch durchschnittlich 2,82 Euro. Im Jahr 2003 hatte der Durchschnitts-Verbraucherpreis den Angaben zufolge noch bei 3,00 Euro gelegen, nach 3,06 Euro im Jahr davor.

Bislang hatte der Preiskampf in Deutschland angehalten, obwohl die Lage auf dem internationalen Kaffeemarkt längst ganz anders aussieht. Seit Mitte 2003 fielen die Verbraucherpreise laut Kaffeeverband um acht Prozent, während die Rohkaffeepreise im gleichen Zeitraum um 35 Prozent anstiegen.

Tchibo hat nach eigenen Angaben weltweit 54.000 Verkaufsstellen und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von gut 3,3 Milliarden Euro. Neben dem Kaffeegeschäft bietet das Unternehmen eine ausgewählte, wöchentlich wechselnde Palette von Gebrauchsartikeln sowie Reisen, Versicherungen und Mobiltelefone.