Kaffeehauskette Starbucks verdient wieder Geld
Seattle - Der Kurswechsel bei Starbucks zeigt Wirkung: Die weltgrößte Kaffeehauskette ist durch scharfe Einschnitte bei Jobs und Kosten wieder zurück in den schwarzen Zahlen. In seinem Ende Juni abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal verdiente der US-Konzern knapp 152 Millionen Dollar (107 Millionen Euro). Ein Jahr zuvor war noch ein Verlust von knapp sieben Millionen Dollar angefallen.
Der Umsatz fiel allerdings nochmals um fast sieben Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar, wie Starbucks am Dienstag nach US-Börsenschluss in Seattle bekanntgab. Mit seinem Umsatz lag das Unternehmen knapp über den Erwartungen der Analysten, der Gewinn übertraf sie klar. Die Aktie stieg nachbörslich um rund zehn Prozent.
Für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. September endet, rechnet Starbucks mit einem Gewinn je Aktie von 0,44 bis 0,45 Dollar. Um Sondereffekte bereinigt soll er bei 0,74 bis 0,75 Dollar liegen und damit höher als von Experten jüngst erwartet.
Starbucks musste nach einer zu schnellen Expansion in der Krise massiv auf die Bremse treten: Starbucks schließt derzeit fast 1000 schlecht laufende Filialen vor allem in den USA und eröffnet weltweit viel weniger neue Läden als zuvor geplant. Tausende Stellen wurden gestrichen. Zuletzt betrieb der Konzern weltweit rund 16.700 Läden.
Neben der Wirtschaftskrise macht der Kette die zunehmende Konkurrenz etwa von McDonald's mit Kaffee zu niedrigeren Preisen zu schaffen. Starbucks reagierte mit Preissenkungen und neuen Produkten.
Auch ein neues Konzept soll helfen: In einem Laden am Konzernsitz in Seattle verkauft Starbucks erstmals auch Wein und Bier. Der Laden trägt zudem nicht mehr den weltweit verbreiteten Namen der Kette, sondern ist individuell nach der Straße benannt: 15th Avenue Coffee and Tea.