Kaffeekonzern Tchibo Gewinn bricht ein
Hamburg - Man habe sich entschieden, "in die Marke Tchibo zu investieren", sagte Konzernchef Dieter Ammer der "Financial Times Deutschland". "Diese Investitionsphase hat natürlich Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Aber auch wenn diese signifikant sind, das heißt im unteren zweistelligen Bereich, müssen wir die Investition vornehmen."
Als Zeitraum nannte Ammer zwei Jahre. Dabei profitiere der Konzern davon, in Familienbesitz zu sein. "Wir können uns das leisten, weil wir nicht börsennotiert sind", sagte Ammer.
Der Konzern hatte im Vorjahr einen operativen Gewinn von knapp 870 Millionen Euro erzielt, wie es hieß. Die Investitionen in die Marke seien unter anderem deshalb notwendig, weil die Konkurrenz der Discounter immer härter werde. "Die Discounter werden immer aggressiver und kopieren uns immer schneller", sagte Ammer der "FTD".
Zudem drücke der geplante kräftige Abbau der Restposten auf den Gewinn. Sogar eine Verschrottung so genannter Restanten schloss Ammer nicht aus. Parallel will Ammer bei den neuen Produkten wieder stärker auf Überraschungseffekte setzen.
tim/dpa-AFX