Kahlschlag: Dell streicht fast 9000 Jobs - DER SPIEGEL
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Kahlschlag Dell streicht fast 9000 Jobs

Hiobsbotschaften für die Mitarbeiter, Jubelnachrichten für Anleger: Dell will rund zehn Prozent aller Stellen streichen - das entspricht fast 9000 Jobs. Gleichzeitig verkündete der PC-Hersteller Quartalszahlen, die an der Börse erleichtert aufgenommen wurden.
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Dallas - Weltweit beschäftigt Dell   ungefähr 88.000 Mitarbeiter. Die geplanten Stellenstreichungen würden regional, je nach Kundensegment und je nach Funktion unterschiedlich ausfallen, erklärte der Konzern. Wie hoch der Stellenabbau in Deutschland ausfalle, stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher zu SPIEGEL ONLINE. Er rechne "mit weiteren Entscheidungen in den nächsten Wochen".

Dell kündigte das harte Sanierungsprogramm bei der Verkündung der jüngsten Quartalszahlen an. Das am 4. Mai zu Ende gegangenen ersten Finanzquartal beschloss der weltweit zweitgrößte Computerbauer zwar mit einen leichten Gewinnrückgang auf 759 Millionen Dollar nach 762 Million Dollar im Vorjahreszeitraum. Je Aktie lag der Gewinn jedoch bei 34 Cent und damit über den Erwartungen von Analysten, die mit 26 Cent gerechnet hatten.

Der Umsatz stieg leicht um fast ein Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar. Dabei erreichte der Umsatz in Nord- und Südamerika 8,9 Milliarden Dollar, in Europa 3,7 Milliarden Dollar und in Asien zwei Milliarden Dollar. Wegen der laufender Bilanzuntersuchungen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007/2008 bezeichnete Dell die Ergebnisse als "vorläufig".

Im nachbörslichen Handel wurden die neuesten Zahlen begeistert aufgenommen. Die Aktie legte 7,3 Prozent zu auf 28,88 Dollar. "Die Ergebnisse waren viel besser als erwartet", sagte Shaw Wu von American Technology Research. Dell rechnet jedoch damit, dass die operative Marge im zweiten Quartal wegen saisonaler Schwankungen unter Druck geraten könne. Zudem könne das Gesamtjahresergebnis unter anderem von zunehmendem Wettbewerbsdruck, aggressiverer Preisgestaltung in der Branche und höheren Komponentenkosten in der zweiten Jahreshälfte beeinflusst werden.

Rivale Hewlett-Packard   hatte den einstigen Börsenliebling Dell im vergangenen Jahr an der Weltspitze der PC-Produzenten abgelöst. Firmengründer Michael Dell hatte im Januar wieder die Führung des Unternehmens übernommen, um erneut Boden gut zu machen.

ase/wal/AP/dpa-AFX/Reuters

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