Kahlschlag-Pläne: Chip-Bauer Qimonda streicht 3000 Jobs - DER SPIEGEL
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Kahlschlag-Pläne Chip-Bauer Qimonda streicht 3000 Jobs

Drastische Schritte beim angeschlagenen Speicher-Hersteller Qimonda: Die Tochter des Münchener Infineon-Konzerns will sich von rund einem Fünftel ihrer Mitarbeiter trennen. Die Hälfte der Jobs fällt in Deutschland weg.
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München - Bei Qimonda   stehen die Zeichen auf Jobabbau: Wie der Chiphersteller am Montag in München mitteilte, sollen bis Sommer nächsten Jahres 3000 der insgesamt 14.000 Stellen weltweit wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen sind dabei nicht ausgeschlossen. Das Unternehmen will die jährlichen Kosten so um 450 Millionen Euro drücken.

Die Hälfte der Stellenstreichungen entfallen auf die deutschen Standorte Dresden und München. Der Rest soll in Raleigh in den USA wegfallen. Wie viele Arbeitsplätze genau an den einzelnen Standorten betroffen sind, ist noch offen. Zuerst werde mit den Arbeitnehmervertretern vor Ort verhandelt, sagte ein Qimonda-Sprecher.

"Der tiefgreifende Abschwung in der DRAM-Industrie und die Konsequenzen für unsere finanziellen Situation haben uns veranlasst, unser Geschäftsmodell neu auszurichten", sagte Vorstandschef Kin Wah Loh. Qimonda werde sich daher deutlich verkleinern. Das Unternehmen verabschiedet sich weitgehend aus dem defizitären PC-Geschäft und konzentriert sich künftig vor allem auf Server und Grafikkarten.

Qimonda hat in den vergangenen Quartalen wegen des massiven Preisverfalls bei Speicherchips Verluste eingefahren. Davon betroffen waren auch die Bilanzen des Mutterkonzerns Infineon. Infineon   hält 77,5 Prozent an Qimonda und will die defizitäre Tochter bis zur Hauptversammlung im kommenden Jahr loswerden.

Findet sich kein Käufer, sollen die Aktien notfalls als Sonderdividende an die Aktionäre verschenkt werden. Ein Verkauf scheint sich wegen der Krise an den Finanzmärkten derzeit allerdings schwierig zu gestalten. Infineon teilte in der Nacht zum Montag mit, die Gespräche dauerten noch an. Unter anderem aufgrund der aktuellen Lage an den Finanzmärkten im Allgemeinen und der Preissituation im DRAM-Markt im Besonderen sei der Ausgang jedoch ungewiss.

suc/dpa-AFX

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