Kalter Lohnstopp
Mit der Krise kommt der Krach, nun auch im Westen. In Hessen wollen die Metallarbeitgeber die Einkommen der Beschäftigten einfrieren. Die im Tarifvertrag vereinbarte Erhöhung von drei Prozent rechnen die Betriebe gegen die übertariflichen Zahlungen auf. Auch die vom 1. April an geltende Verkürzung der Arbeitszeit von 37 auf 36 Stunden in der Woche soll angerechnet werden. Branchenweit hat es eine solche Aktion noch nicht gegeben. Die IG Metall befürchtet, daß auch andere Bezirke den kalten Lohnstopp probieren werden. Ungewohnt aggressiv geht es neuerdings auch im Arbeitgebervorstand der Stahlindustrie zu. Nach dem Scheitern der Revisionsverhandlungen im Osten wollen die Funktionäre den dort geltenden Stufenplan kündigen. Noch weigern sich die Ost-Mitglieder, doch die Westler machen Druck. In dieser Woche soll die Entscheidung fallen.