Kampf um Marktanteile: Nokia verbilligt Handys - DER SPIEGEL
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Kampf um Marktanteile Nokia verbilligt Handys

Nokia kann nach Ansicht von Marktforschern nicht vom Handy-Boom profitieren. Der Marktanteil des weltgrößten Handyherstellers soll um mehr als fünf Prozent eingebrochen sein. Nun sollen die Preise massiv gesenkt werden.
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New York - Nokias   Anteil am weltweiten Handy-Verkauf sei im ersten Quartal 2004 von 34,9 auf 29,2 Prozent abgesunken, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen Strategic Analytics.

Nokia werde zwar Marktführer bleiben, der Abstand zum Branchenzweiten Motorola (Anteil 16,5 Prozent) wird nach Ansicht der Analysten aber kleiner. Auch der Dritte, die koreanische Firma Samsung, habe seinen Marktanteil auf 13,1 Prozent erhöht.

Insgesamt sei der weltweite Absatz im ersten Quartal dieses Jahres um 40 Prozent auf 153 Millionen Mobiltelefone angestiegen. Die Marktforscher führen das auf die verstärkte Nachfrage nach Farbdisplays und neue Kunden in Entwicklungsländern zurück. Der Markt werde sich jedoch wieder abkühlen, zitiert die "Financial Times" andere Marktforscher. Nach deren Meinung ist das erste Quartal außerordentlich stark gewesen.

Nokia schätzt den Verlust von Marktanteilen bisher auf drei Prozent und führt das auf Lücken im Produktangebot zurück. Konzernchef Jorma Ollila sagte, der Marktanteil sei im Mobiltelefonmarkt "absolut entscheidend". Deshalb will der Konzern nach eigenen Angaben die Preise für Mobiltelefone senken. Einzelhändler sprechen von Nachlässen von bis zu 25 Prozent. Analysten erwarten, das Nokia seine Marktanteile zurückerobern kann, warnen gleichzeitig aber vor sinkenden Gewinnmargen durch die neuen Niedrigpreise.