Kampf um MGM: Time Warner gibt gegen Sony auf - DER SPIEGEL
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Kampf um MGM Time Warner gibt gegen Sony auf

Im Übernahmepoker um die Hollywood-Filmstudios Metro-Goldwyn-Mayer hat Sony den amerikanischen Konkurrenten Time Warner ausgestochen: Die Japaner erhöhten ihr Angebot auf fünf Milliarden Dollar. Time Warner zog sein Kaufangebot daraufhin zurück.
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New York - Time Warner begründete seinen Rückzug aus dem Geschäft mit unterschiedlichen Preisvorstellungen. "Obwohl es sich bei MGM um eine wertvolle Vermögensanlage handelt, haben wir beschlossen, unsere Offerte zurückzuziehen", erklärte Time-Warner-Chef Dick Parsons. "Leider konnte Time Warner mit MGM keine Einigung auf einen Preis erzielen, der einen vorsichtigen Einsatz unserer wachsenden Finanzkraft dargestellt hätte." Time Warner hatte in dem Übernahmepoker bislang 4,6 Milliarden Dollar geboten.

Das neue Angebot der Bietergemeinschaft rund um Sony   läuft auf rund zwölf Dollar je Aktie hinaus und schließt nach Informationen des "Wall Street Journal" auch die Übernahme von zwei Milliarden Dollar Schulden ein. Zuvor hatte Sony 11,25 Dollar je Aktie geboten, was einem Kaufpreis von 4,7 Milliarden Dollar entspricht.

Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) wird von dem 87 Jahre alten Multimilliardär Kirk Kerkorian kontrolliert, der die Firma bereits dreimal gekauft und wieder veräußert hat. Das traditionsreiche Hollywood-Studio ist für Sony und Time Warner vor allem wegen seiner Filmbibliothek interessant, die mehr als 4000 Titel umfasst. Dazu gehören unter anderem die legendären James-Bond- und Rocky-Filme.

Die MGM-Aktien legten nach Bekanntwerden der Sony-Offerte am New Yorker Aktienmarkt um mehr als zwei Prozent zu.