Kanada: Billigflieger gesteht Industrie-Spionage - DER SPIEGEL
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Kanada Billigflieger gesteht Industrie-Spionage

Wenn Billigflieger gegen etablierte Airlines antreten, sind die Sitten oft rau - das ist in Europa so, aber auch in Amerika. Jüngster Beleg: Die kanadische Airline WestJet hat eingeräumt, den Konkurrenten Air Canada wiederholt ausspioniert zu haben.
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Ottawa - Der Billigflieger gestand ein, sich zwischen 2003 und 2004 wiederholt Zutritt zu verschlüsselten Internetseiten Air Canadas verschafft zu haben. WestJet entschuldigte sich bei Air Canada und deren Muttergesellschaft ACE Aviation Holdings und erklärte, sich "unethisch und inakzeptabel" verhalten zu haben.

Nach Angaben der Unternehmen ist der seit längerem andauernde Rechtsstreit damit beigelegt. WestJet habe sich nun bereit erklärt, zehn Millionen kanadische Dollar für einen wohltätigen Zweck zu spenden und die bei Air Canada angefallenen Anwaltskosten von 5,5 Millionen kanadischen Dollar zu übernehmen.

Air Canada hatte WestJet auf 220 Millionen kanadische Dollar (156 Millionen Euro) verklagt. Die Firma warf dem Billigflieger vor, Schlüsselinformationen über bestimmte Air-Canada-Flüge von der Internetseite heruntergeladen zu haben. "Diese Praxis wurde mit dem Wissen und der Anleitung des obersten Managements durchgeführt", hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Unternehmen.

itz/Reuters