KarstadtQuelle: Entlassungswelle rollt weiter - DER SPIEGEL
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KarstadtQuelle Entlassungswelle rollt weiter

Der Einzelhandelskonzern KarstadtQuelle plant einen radikalen Einschnitt. Neben den bereits angekündigten 7000 Entlassungen könnten weitere 2000 Stellen gestrichen werden.
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Frankfurt am Main - Die weitere Kürzung der Mitarbeiterzahl sei 2003 oder 2004 möglich, sagte Bodo Dehn, Betriebsratsvorsitzender des Konzerns, am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Der Schritt sei abhängig von den bis dahin realisierten Umstrukturierungen.

Ein Sprecher des Konzerns bekräftigte am Mittwoch noch einmal, dass trotz der Verringerung des Personals keine Filialen geschlossen würden. KarstadtQuelle führt zurzeit Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die Modalitäten der geplanten Entlassung von 7000 Angestellten.

Mit dem radikalen Entlassungsprogramm reagiert der Konzern auf den steigenden Konkurrenzdruck in der europäischen Einzelhandelsbranche. Das Management erhofft sich von den Stellenstreichungen eine bessere Wettbewerbsfähigkeit.

Deuss soll nicht in den Aufsichtsrat

Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" wird konzernintern der ehemalige Vorstandschef Walter Deuss für die massiven Stellenkürzungen verantwortlich gemacht. Deuss solle nun nicht wie geplant in den Aufsichtsrat des Unternehmens einziehen. Die Wahl des 65-Jährigen werde von der Schickedanz-Gruppe als KarstadtQuelle-Großaktionär blockiert.

Dem langjährigen Karstadt-Chef werde eine "jahrelang verfehlte Geschäftspolitik" angelastet, schrieb das Magazin. So lägen etwa die Personalkosten des Essener Handelskonzerns erheblich über denen seines Kölner Konkurrenten Kaufhof. Das Unternehmen gab zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht ab.