Kassenbeiträge Schmidt betet Reform gesund
Berlin - Schon im ersten Halbjahr würden die Beiträge nach der Prognose so genannter Schätzerkreise für 38 Prozent der 70 Millionen Versicherten sinken, sagte Schmidt. Vor dem Inkrafttreten der Reform Ende vergangenen Jahres hatte die SPD-Politikerin von den Krankenkassen eine Beitrags-Senkung auf 13,6 Prozent verlangt. Derzeit liegt der durchschnittliche Beitragssatz allerdings immer noch bei 14,27 Prozent, die meisten Kassen hatten zum 1. Januar noch einmal kräftig erhöht.
Vor allem die Arzneimittelausgaben seien im ersten Quartal des Jahres drastisch gesunken, sagte die Ministerin. Auch die Praxisgebühr habe mehr bewirkt als erwartet. So seien die Arztbesuche im Januar um fünf bis acht Prozent zurückgegangen und die Patienten konsultierten nicht mehr so häufig gleich mehrere Mediziner.
Schmidt rechnet damit, dass für das erste Quartal diesen Jahres die Arzneimittelausgaben um eine Milliarde Euro niedriger ausfallen werden als im Vorjahreszeitraum. Noch in diesem Jahr würden die Kassen die ersten Bonusprogramme wie das Hausarztprogramm oder Früherkennungsmaßnahmen anbieten und ihren Mitgliedern die Zuzahlungen ermäßigen.