Kaufinteresse Ford schielt auf BMW
Genf - Bislang hätte Ford noch kein Angebot abgegeben, unterstrich Reitzle in der "Welt". Der Hauptaktionär bei BMW, die Quandt-Familie, sei bislang nicht zum Verkauf bereit, begründete der ehemalige BMW-Top-Manager die Zurückhaltung von Ford. Außer Ford haben laut Reitzle auch noch General Motors und Toyota Interesse an der Münchener Autoschmiede.
BMW und die Ford-Familie würden sich ideal ergänzen, so Reitzle. Gemeinsam mit Jaguar, einer Tochter des amerikanischen Unternehmens, könnten die Münchener neue Käufer in der Luxusklasse gewinnen. Denkbar wäre eine Plattformstrategie ohne die individuellen Unterschiede der einzelnen Modelle zu verwischen.
Als größtes Problem bei BMW sieht Reitzle die Finanzschwierigkeiten der britischen Tochter Rover. "Als Erstes würden wir das Rover-Problem regeln", sagte er. Wobei der Top-Manager einen Verkauf der defizitären Rover-Sparte zu favorisieren scheint. Man müsse überlegen, "wie viele hochklassige Mitarbeiter da unnötig eingebunden werden. Ein weiteres Engagement ist darum unmöglich", urteilte Reitzle.