Kauft Boeing Lockheed?
Der US-Flugzeugkonzern Lockheed droht nach Expertenmeinung bruchzulanden. Der Grund: Nur mit einer Langstreckenversion seines Mittelstrecken-Airbus L-1011 Tristar kann sich das Unternehmen langfristig noch auf dem Markt für Zivilflugzeuge behaupten. Die hierfür notwendigen Triebwerke müßten für Lockheed vom britischen Triebwerckonzern Rolls-Royce entwickelt werden, an den die US-Flugzeugbauer gebunden sind. Branchenkenner zweifeln jedoch, ob Rolls-Royce dazu rechtzeitig in der Lage ist. Denn die Lockheed-Konkurrenten Boeing und McDonnell Douglas halten mit der DC-1O und einem verkleinerten Jumbo bereits jetzt marktgerechte Modelle für die Fluggesellschaften bereit. Für den abgeschlagenen Lockheed-Konzern, so meinen Branchenkenner, bietet sich Boeing als Käufer an. Rolls-Royce müßte sich dann einen neuen Partner suchen, um im Amerika-Geschäftzu bleiben. Eine Verbindung mit den Triebwerksbauern Pratt & Whitney gilt wegen der ähnlichen Unternehmenskonzeption als naheliegend.