Keine Kriegsgewinne - DER SPIEGEL
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RÜSTUNGSAKTIEN Keine Kriegsgewinne

• aus DER SPIEGEL 15/1999
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Der Krieg auf dem Balkan hat die Aktienkurse der Rüstungskonzerne nicht hochschnellen lassen. Anders als beim Golfkrieg 1991 haben sich seit Beginn des Kosovo-Konflikts die Kurse vieler Waffenhersteller sogar deutlich schlechter entwickelt als der amerikanische Dow-Jones-Index. So fielen bei dem größten westlichen Rüstungskonzern Lockheed Martin (Tarnkappenbomber F 117) die Kurse besonders steil; auch der US-Raketenhersteller Raytheon hinkt dem Gesamtmarkt hinterher. Ob General Dynamics (Zerstörer), United Technologies (Hubschrauber), Northrop Grumman (B-2-Bomber) oder Boeing (Cruise Missiles) - nicht der Krieg, sondern die stagnierenden Verteidigungsetats der Nato-Staaten beeinflussen die Kurse. Auch auf die europäischen Waffenhersteller hat der Krieg auf dem Balkan bislang »keinerlei Auswirkungen«, so Klaus Germann vom deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall.

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