Keine Umsatzprognose: SAP gibt sich ratlos - DER SPIEGEL
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Keine Umsatzprognose SAP gibt sich ratlos

Angesichts politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten sieht sich SAP nicht mehr in der Lage, Umsatzprognosen abzugeben. Die Quartalszahlen übertrafen dennoch die Erwartungen der Analysten.
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Walldorf - Bisher war das Unternehmen   von einem Umsatzanstieg von fünf bis zehn Prozent ausgegangen. Eine genaue Prognose sei derzeit nicht möglich, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens am Donnerstag. Die SAP-Führung geht dennoch davon aus, Marktanteile hinzugewinnen zu können. Der Auftragsbestand sei weiterhin sehr gut, heißt es in der Mitteilung. Bei der operativen Gewinnmarge rechnet SAP ebenfalls mit einer Steigerung um mindestens einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 20 Prozent. Auch bei den angekündigten Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung sieht sich SAP im Plan. Diese seien bisher erfolgreich umgesetzt worden.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (30. September) verzeichnete SAP einen Ergebnisanstieg bei stagnierendem Umsatz. Das operative Ergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresabschnitt von 159 Millionen Euro auf 336 Millionen Euro. Der Umsatz legte leicht auf 1,7 Milliarden Euro zu, nach 1,65 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch das bereinigte operative Ergebnis lag mit 212 Millionen Euro deutlich über den Erwartungen der Analysten, die zwischen 88 und 160 Millionen Euro gelegen hatten.

Im vorbörslichen Handel auf der elektronischen Plattform Instinet kletterte das Papier um 9,8 Prozent auf 60,50 Euro. Am Mittwoch waren SAP-Papiere im Xetra-Handel noch der größte Verlierer gewesen. Bis zum Handelsschluss verbilligte sich die Aktie um 7,8 Prozent auf 55,10 Euro.