Kirch-Affäre: Ermittler durchsuchten Rolf Breuers Haus - DER SPIEGEL
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Kirch-Affäre Ermittler durchsuchten Rolf Breuers Haus

Die Pleite der KirchGruppe hat für Rolf Breuer noch immer hochnotpeinliche Folgen. Wie die Justiz nun bestätigte, wurden Büros und Privathaus des Ex-Chefs der Deutschen Bank durchsucht.
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Frankfurt am Main - Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte am Montag, dass zwei Geschäftsräume und ein Privathaus in Frankfurt und München durchsucht wurden. Gegen Breuer, damals noch Vorstandschef der Deutschen Bank, hatte der ehemalige Medien-Tycoon Leo Kirch Anfang Mai 2002 Strafanzeige wegen dessen Äußerungen zur Kreditwürdigkeit der KirchGruppe gestellt.

Kirch warf Breuer Verrat von Geschäftsgeheimnissen, Kreditverleumdung und unbefugte Angaben über Millionenkredite vor. Breuer hatte sich im Februar 2002 in einem Fernsehinterview über die Finanzlage Kirchs und das finanzielle Engagement der Deutschen Bank geäußert. Er sagte damals, was man darüber lesen und hören könne, sei dass der Finanzsektor nicht mehr bereit sei, der Kirch-Gruppe auf unveränderter Basis weitere Fremd- oder Eigenmittel zur Verfügung zu stellen.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen in dem Fall bereits im vergangenen Jahr eingestellt. Doch in einem Beschwerdeverfahren gegen die Einstellung seien auch neue Tatsachen zum alten Vorwurf genannt worden, erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag. Darum werde jetzt wieder ermittelt. Wann diese Ermittlungen abgeschlossen werden könnten, sei noch nicht klar. Jetzt müsse erst einmal das beschlagnahmte Material gesichtet und ausgewertet werden.

Im Februar 2003 war Breuer in der gleichen Angelegenheit vom Münchner Landgericht wegen Verletzung des Bankgeheimnisses verurteilt und Kirch das Recht auf Schadensersatz zugesprochen worden.