Kirch-Beschäftigte: Die Angst geht um - DER SPIEGEL
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Kirch-Beschäftigte Die Angst geht um

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Hamburg - Bei den Beschäftigten von ProSieben und Sat1 gibt es nach Angaben der Gewerkschaft ver.di Hoffnungen, dass diese Teile des Kirch-Konzerns unbeschadet aus einem Insolvenzverfahren herauskommen, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Frank Werneke. In anderen Bereichen des Unternehmens sei dagegen die Angst, einen Arbeitsplatzverlust zu erleiden, "sehr sehr hoch".

Erhebliche Ängste gebe es etwa bei den Ballungsraumsendern wie zum Beispiel TV Berlin. "Und natürlich ist auch die Zukunft von Premiere eine Sache, die im Zentrum stehen wird", sagte Werneke. Der Gewerkschafter betonte auch, man müsse feststellen, dass nicht nur die Kirch-Gruppe kränkele, "sondern dass es insgesamt eher etwas gedämpft derzeit in dem Medienbereich abgeht".

Zu einem möglichen Einstieg des amerikanisch-australischen Medientycoons Rupert Murdoch und des italienischen Ministerpräsidenten und Medienunternehmers Silvio Berlusconi sagte Werneke, wenn es darum gehe, die Arbeitsplätze bei Kirch zu halten, sei dies "etwas, was man dann akzeptieren muss". Dies gelte auch, wenn sowohl die Beschäftigten als auch die Gewerkschaft "einen Einstieg dieser beiden Medienmogule auf dem Medienmarkt nicht sonderlich befürworten, weil medienpolitisch uns dann einiges ins Haus steht". Gegenwärtig stehe aber der Erhalt von möglichst vielen Arbeitsplätzen im Vordergrund.