Kirch-Gruppe Prinz Walid steigt bei PayTV ein
München - "Es besteht ein konkretes Interesse bei Walid. Es ist jedoch noch zu früh, um von einer beschlossenen Sache zu reden", sagte eine Kirch-Sprecherin am Montag. Einen konkreten Termin für den voraussichtlichen Abschluss der Gespräche wollte sie nicht nennen.
Laut SPIEGEL will der saudische Prinz mit rund drei Prozent bei KirchPayTV einsteigen. Dadurch würden dem Medienunternehmen rund 400 Millionen Mark zufließen. Nach den Worten des Beraters von Walid, Tarak Ben Ammar, sei der Deal eine "so gut wie beschlossene Sache".
Prinz Walid wird nachgesagt, er betreibe seine Geschäfte am liebsten per Handy aus dem Beduinenzelt. Die Verbindung klappt offenbar. Der Milliardär ist das Bindeglied zwischen Kirch, dem amerikanisch-australischen Medienunternehmer Rupert Murdoch und dem Mailänder Mediencesaren Silvio Berlusconi. Er ist offenbar der einzige Investor, der an den Konzernen aller drei Tycoone beteiligt ist. Sein Berater Ammar war es wohl auch, der Kirch und Murdoch vor drei Monaten auch an einen Tisch gebracht hat.
Murdoch hat im Herbst angekündigt, 24 Prozent an KirchsPayTV für 2,9 Milliarden Mark zu übernehmen. Eine Milliarde zahlte er in bar aus. Die Einstiegspläne wurden jetzt bei der EU-Kommission angemeldet.