KirchGruppe: Abschied von der Formel 1? - DER SPIEGEL
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KirchGruppe Abschied von der Formel 1?

Um sein hoch verschuldetes Unternehmen zu retten, geht Medienunternehmer Leo Kirch offenbar jetzt ans Eingemachte. Zum ersten Mal signalisierte er die Bereitschaft, notfalls auch die Formel-1-Rechte komplett abzugeben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Gewinner könnten die Automobilhersteller und der Kirch-Konkurrent Rupert Murdoch sein, schreibt das "Handelsblatt". "Die Formel-1-Anteile werden alle verkauft", habe am Mittwoch ein Kirch-Insider auf Anfrage erklärt. Derzeit hält die KirchGruppe zusammen mit dem Filmrechte-Händler EM.TV drei Viertel an der Formel 1.

Ein Kirch-Sprecher sagte dem Blatt zufolge: "Unser Interesse ist, die Mehrheit zu behalten. Eine Abgabe der Mehrheit würde nur dann in Frage kommen, wenn sich dies als Teil der Umstrukturierung der KirchGruppe überhaupt nicht vermeiden ließe". Genau danach sehe es aber aus, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter.

Für drei zum Kirch-Imperium gehörende Lokalfernsehsender bietet nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" Bernd Schumacher, ein Betreiber von zwei baden-württembergischen Regionalsendern. Der Schumacher wolle TV München, Hamburg 1 und TV Berlin übernehmen. "Unser Ziel ist eine bundesweite Kette regionaler Sender", wird Schumacher zitiert. Er habe Kirch-Manager Fred Kogel schriftlich Verhandlungen angeboten. Die Finanzierung ist offenbar aber noch ungeklärt.