KirchGruppe Banken installieren Aufpasser
Frankfurt am Main - Wie das Anlegermagazin "Die Telebörse" berichtet, soll der Kontrolleur künftig dem Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn "auf die Finger sehen". Die Deutsche Bank, bei der die KirchGruppe ihren 40-Prozent-Anteil am Verlagshaus Springer als Sicherheit für ein Milliarden-Darlehen hinterlegt habe, dränge auf rasche Umfinanzierung für die 360 Millionen Euro teuren Bundesligarechte, so das Magazin.
Besonders die Hoffnungen der KirchGruppe in die Senderfamilie ProSiebenSat.1 hatten sich nicht erfüllt. Die Verlegung des Termins für die Fußballshow "ran" erwies sich als Schlag ins Wasser. Die Sportsendung hatte zuletzt kaum mehr als 1,6 Millionen Zuschauer. Zum Saisonauftakt am 28. Juli waren es noch 2,22 Millionen.
Auch das Abofernsehen Premiere World bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Ende Juni lag die Abonnentenzahl bei lediglich knapp 2,4 Millionen. Kurz nach Beginn der laufenden Saison meldet das Unternehmen zwar 30 Prozent mehr "Saisontickets" (alle Bundesliga-Spiele live für 349 Mark) als im Vorjahr (155.000). Doch einen Rückschluss auf die Abonnentenzahl lässt das nicht zu, und die angehäuften Verluste belaufen sich längst auf eine Summe in Milliardenhöhe.