KirchMedia Enronitis-Verdacht in Unterföhrung
München - Die Insolvenzverwalter der KirchMedia untersuchen laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hohe Zuwendungen, die der Konzernchef Leo Kirch Mitarbeitern gewährt haben soll. Es gehe darum, ob durch die vor der Pleite gewährten Vergünstigungen den Gläubigern Geld vorenthalten worden sei, hieß es. Die Staatsanwaltschaft München habe Vorermittlungen eingeleitet.
Dem Blatt zufolge bekamen drei Kirch-Manager umfangreiche Darlehen, deren Rückzahlung ihnen später erlassen worden sei. Ein weiteres Millionendarlehen an einen Freund Kirchs sei auf drei Jahre zinslos gestundet worden, und ein bebautes Grundstück bei München sei offenbar im ersten Quartal dieses Jahres auf einen Vertrauten Kirchs übertragen worden, wodurch die Firma KirchMedia einen Verlust von eineinhalb Millionen Euro erlitten habe.