Klage gegen Bayer: Spätfolgen von Agent Orange - DER SPIEGEL
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Klage gegen Bayer Spätfolgen von Agent Orange

Gerade erst hat der Chemie- und Pharmagigant im Lipobay-Skandal wichtige Punktsiege vor US-Gerichten verbucht. Nun drohen Bayer neue Schwierigkeiten in Südafrika.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Auf Bayer   und die US-Konkurrenten Eli Lilly   und DuPont   kommen möglicherweise Schadenersatzforderungen von Opfern der Apartheid-Regierung in Südafrika zu.

Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, sollen die drei Unternehmen an das Anfang der 90er Jahre entmachtete südafrikanische Regime Entlaubungsmittel geliefert haben. Einige der Konzerne werden demnach schon in dieser Woche schriftlich mit den Vorwürfen konfrontiert.

Die Nachforschungen seien fast vollständig, heißt es aus Anwaltskreisen. Die Entlaubungsmittel sollen im Krieg gegen Namibia, Angola, Mosambik und gegen die Untergrundkämpfer des heute regierenden Afrikanischen Nationalkongresses eingesetzt worden sein. Der Prozess im Namen zehntausender Apartheid-Opfer werde unter anderem von US-Anwalt Ed Fagan angestrengt, der auch die Sammelklagen ehemaliger NS-Zwangsarbeiter vertreten hatte.

"Uns sind die Vorwürfe nur aus der Presse bekannt. Weder liegen derzeit Klagen vor noch haben wir Kontakt zu Klägern oder südafrikanischen Behörden", sagte ein Bayer-Sprecher. Ob Bayer überhaupt Entlaubungsmittel produziert und an Südafrika geliefert habe, werde derzeit noch geprüft.

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