Kleinwagen-Misere: Daimler-Aktionäre sollen über Smart richten - DER SPIEGEL
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Kleinwagen-Misere Daimler-Aktionäre sollen über Smart richten

Ginge es nach dem Willen eines Aktionärs, entscheiden die Daimler-Anteilseigner bei der anstehenden Hauptversammlung über die Zukunft von Smart. Doch der Autokonzern will offenbar an der defizitären Kleinwagensparte festhalten.
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Stuttgart/Düsseldorf - DaimlerChrysler-Anteilseigner sollen auf der Hauptversammlung im April über den Weiterbetrieb der Marken Smart und Maybach entscheiden können. So jedenfalls will es Daimler-Aktionär Richard Mayer. Der hat eine entsprechende Satzungsänderung beantragt und will diese per einstweiliger Anordnung durchsetzen, berichten die "Stuttgarter Nachrichten" (Montagausgabe).

Demnach hat das Amtsgericht Stuttgart zwei Ergänzungsanträge für die Hauptversammlung als rechtlich nicht zulässig zurückgewiesen, in denen Mayer die Stilllegung der beiden defizitären Marken bewirken wollte. Nun will der Aktionär eine einstweilige Anordnung erreichen. Zwei Anträge Mayers auf Sonderprüfungen der Smart- und Maybach-Geschäfte seien hingegen zwischenzeitlich berücksichtigt worden, heißt es weiter.

Gleichzeitig berichtet das "Handelsblatt", dass die Zukunft von Smart bei DaimlerChrysler gesichert ist. Das Management um Vorstandschef Dieter Zetsche habe sich nach Sondierung der Lage gegen eine rasche Trennung von der Kleinwagentochter entschieden, berichtet Zeitung unter Berufung auf Informationen aus Branchenkreisen.

Tatsächlich hätten sich mehrere Finanzinvestoren für eine Übernahme von Smart interessiert. Der von den Stuttgartern eingeschalteten Investmentbank Goldman Sachs hätten mehrere Angebote von Beteiligungsfirmen vorgelegen, berichtet das Blatt weiter. Ein Sprecher von DaimlerChrysler habe den Bericht nicht kommentieren wollen.

suc/dpa-AFX

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