Knappe Luft - DER SPIEGEL
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Knappe Luft

• aus DER SPIEGEL 49/1974
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Lufthansa und Hapag-Lloyd verhandeln um Arbeitsteilung beim Flugchartergeschäft. Der Lufthansa-Tochter Condor sollen dabei, so ein Branchen-Ondit, Jets mit mehr als 160 Insassen vorbehalten bleiben, die Reedereiluftflotte soll sich auf den 130 Personen tragenden Einheitstyp Boeing 737-200 umstellen. Zudem wollen sich die Lufthanseaten mit den Reedern über den Luftfrachtverkehr einigen. Zur gleichen Zeit rätselt die Reisebranche, ob der Münchner Bau- und Flugunter. nehmer Schörghuber ("Bavaria«, »Germanair") weiter fähig sein wird, eine Alternative zum Lufthansa-Block zu bilden. Er müßte dann nämlich in wenigen Jahren seine aus unwirtschaftlichen britischen BAC 1-11 bestehende Flotte für 100 Millionen Mark auf sechs Boeings umrüsten. Schafft es der Privatunternehmer nicht, würden Lufthansa' Hapag-Lloyd zum Kartellfall. Deutschlands Luftbehörden könnten dadurch in die Verlegenheit geraten, auch ausländischen Gesellschaften Stützpunkte in der Bundesrepublik zu genehmigen -- was sie bisher stets ablehnten.

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