Knappes Öl: Norweger wollen in der Arktis bohren - DER SPIEGEL
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Knappes Öl Norweger wollen in der Arktis bohren

Angesichts steigender Ölpreise suchen die Förderländer nach neuen Quellen. Norwegen bringt jetzt Bohrprojekte am Nordpol ins Gespräch.
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Kirkenes - Vertreter der Ölindustrie haben über Möglichkeiten und Schwierigkeiten bei der Erdölförderung in der Arktis gesprochen. Zu dem internationalen Treffen in der norwegischen Stadt Kirkenes hatte die Regierung des skandinavischen Landes geladen.

"Um den steigenden Bedarf nach Öl abzudecken, müssen wir weiter blicken als bis zum Nahen Osten. In den arktischen Regionen, einschließlich der Barentssee, werden erhebliche Erdölvorkommen vermutet", sagte die norwegische Ölministerin Thorhild Widvey zur Eröffnung der Konferenz.

Das noch bis Freitag andauernde Treffen sei einberufen worden, um unter anderem über die Förderungstechnologie und notwendige gesetzliche Regelungen zu sprechen. Auch der Schutz des anfälligen arktischen Ökosystems werde behandelt.

Die Gespräche fanden größtenteils hinter verschlossenen Türen statt. An dem Treffen nahmen auch EU-Energiekommissar Andris Piebalgs und der amtierende US-Unterstaatssekretär für Energie, David Garman, sowie Vertreter internationaler Ölkonzerne teil.

Der Ölpreis hat sich unterdessen von seinem historischen Hoch entfernt. Nach Bekanntwerden der Terroranschläge in London fiel die Notierung für die Referenzsorte Light Sweet Crude im elektronischen Handel in New York zwischenzeitlich um mehr als vier Dollar auf 57,20 Dollar, nachdem kurz zuvor noch ein Rekordstand von 62,10 US-Dollar erzielt worden war.