Kodak Es klickt zu selten
New York - Der Gewinn je Aktie werde im letzten Vierteljahr voraussichtlich 65 bis 75 Cents nach 1,27 Dollar vor Jahresfrist betragen, teilte Kodak vor Börsenbeginn in New York mit. Analysten hatten 1,07 Dollar für das laufende Quartal erwartet.
Kodak begründete das schwache Ergebnis mit der nachlassenden Konsumnachfrage. Die Abschwächung der US-Konjunktur habe sich in den vergangenen sechs Monaten negativ ausgewirkt und werde dies auch noch in den kommenden sechs Monaten tun, sagte Kodak-Chef Daniel A. Carp.
Um die Kosten zu kontrollieren, kündigte der Foto-Ausrüster eine Verringerung der Investitionen um 200 Millionen Dollar und den Abbau von Lagerbeständen um weitere 200 Millionen Dollar an. Mit diesen Maßnahmen wirke Kodak der abschwächenden Konjunktur entgegen, so Carp. An der Strategie der Ausrichtung auf die digitale Fotografie werde sein Unternehmen aber festhalten.
Kodak hat in der Vergangenheit stark in den Bereich der digitalen Fotografie investiert. Die Investoren haben das Engagement bislang aber kaum belohnt. Zwischen August und Dezember dieses Jahres rutschte die Aktie um über 45 Prozent ab. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen mit seinem Hauptkonkurrenten Fujifilm um Anteile am Markt für chemische Filme.
Kodak teilte ergänzend mit, sein Aktienrückkaufprogramm im kommenden Jahr fortsetzen zu wollen. Pro Tag sollen Aktien im Wert von einer Million Dollar dem Markt entzogen werden. Diese Nachricht ließ den Kurs der Kodak-Aktie kräftig ansteigen. Das Papier kletterte innerhalb der ersten Handelsstunde um knapp acht Prozent.