Köhlers Berliner Rede: DGB-Chef attackiert den Bundespräsidenten - DER SPIEGEL
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Köhlers Berliner Rede DGB-Chef attackiert den Bundespräsidenten

Heftige Kritik an der Rede von Bundespräsident Horst Köhler hat der DGB-Vorsitzende Michael Sommer geübt. Der Gewerkschafter vermisst bei dem Staatsoberhaupt Rücksichtnahme auf Arbeitnehmerbelange.
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Aachen - "Wenn in einer solchen Rede Begriffe wie Mitbestimmung nicht einmal Erwähnung finden, dann ist das schon Ausdruck eines schweren politischen Mangels", sagte Sommer auf einer DGB- Veranstaltung in Aachen.

Ähnlich kritisch äußerten sich auch SPD-Politiker. Der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning sagte im ZDF, die Rede sei im Vergleich zum Parteiprogramm der Union "eins zu eins übersetzt". Das sei nicht neutral, sondern Parteinahme für CDU und CSU.

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Müller, kritisierte, Köhlers Rede habe "jede analytische Substanz" vermissen lassen. Zum Thema Arbeitslosigkeit habe Köhler lediglich das gesagt, `was einzelne Kreise hören wollen, was aber nicht der komplexen Wirklichkeit gerecht wird".