Kommissionkreise: Rürup will Rente erst ab 67 - DER SPIEGEL
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Kommissionkreise Rürup will Rente erst ab 67

Die Rürup-Kommission zur Reform der sozialen Sicherungssysteme wird sich Mitgliedern des Gremiums zufolge voraussichtlich für eine Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre aussprechen. Trotz der erneuten Indiskretion wird Bundeskanzler Gerhard Schröder die Kommission wohl doch nicht auflösen.
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Berlin - Eine Einigung auf ein Renteneintrittsalter von 67 habe sich in der Sitzung der Arbeitgemeinschaft Rente der Rürup-Kommisssion am Freitag in Berlin abgezeichnet, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Die Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters von derzeit 65 Jahren solle ab 2011 einsetzen und stufenweise erfolgen. Außerdem werde voraussichtlich die Rentenformel geändert, um die die steigende Lebenserwartung zu berücksichtigen, hieß es weiter. Im Ergebnis werde dies zu sinkenden monatlichen Auszahlungen für Rentner führen. Fraglich sei, ob sich bei gleichzeitiger Heraufsetzung des Renteneintrittsalters an der Höhe der monatlichen Abschläge bei vorzeitigem Rentenbeginn von derzeit monatlich 0,3 Prozent etwas ändern werde.

Ein höheres Renteneintrittsalter und eine Änderung der Rentenformel entsprächen den Vorstellungen des Kommissions- Vorsitzenden Bert Rürup, so die Kreise. Über diese Punkte sei zwar noch nicht endgültig abgestimmt worden. Es sei aber erkennbar gewesen, dass eine deutliche Mehrheit dafür eintrete. Kaum noch eine Chance hätten Vorstöße der Gewerkschaften, die Einnahmebasis der Rentenversicherung zu verbreitern oder mehr Steuern in die Rente zu lenken. Beschlossen worden sei bereits, dass Selbstständige, Beamte und geringfügig Beschäftigte auch künftig nicht das Rentensystem mit einbezogen würden, hieß es.

Noch Anfang der Woche hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder angeblich intern damit gedroht, die Rürup-Kommission wegen fortwährender Indiskretionen aufzulösen. Inzwischen hat sich Schröder jedoch demonstrativ hinter Bert Rürup gestellt. Er lobte die "erstklassige Arbeit" des Vorsitzenden der Reformkommission. "Eine Kommission mit Fachleuten ist wichtig. Sie dürfen nur nicht an Stelle einer Regierung arbeiten."