Komzernumbau Siemens gliedert 2100 Mitarbeiter aus
München - Erst die Hälfte des Weges ist geschafft: "50 Prozent sind neu positioniert", sagte Peter Löscher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Rest soll in den kommenden Monaten folgen. Dabei habe er vor allem die Reste der früheren Telekommunikations-Sparte im Auge. Nach dem geplanten Verkauf des Telefonanlagensegments SEN sei die Telefonsparte SHC das letzte verbleibende Telekommunikationsgeschäft von Siemens . Aber nicht für lange: Branchenkenner rechnen damit, dass der Konzern sich davon spätestens 2009 trennt.
An anderer Stelle treibt Löscher die Neuausrichtung schneller voran: Das Geschäft mit Elektronik-Bestückungsautomaten (Electronics Assembly) werde in eine Tochterfirma ausgegliedert, die künftig eigenständig am Markt auftreten soll, teilte der Konzern mit. Das gilt als Vorstufe zu einem Verkauf.
In der Sparte sind mehr als 2000 Mitarbeiter beschäftigt, gut die Hälfte davon arbeitet an den deutschen Standorten München und Bruchsal. Sie stellen Maschinen her, die vor allem elektronische Komponenten automatisch auf Leiterplatten setzen. Das Geschäft, bei dem Siemens vor allem mit asiatischen Firmen wie der japanischen Matsushita konkurriert, gehört zu den Vorzeigesparten des früheren Automatisierungsbereichs A&D.
Löscher schloss in der "FAZ" auch Veränderungen in der IT-Sparte SIS nicht aus, die sein Vorgänger Klaus Kleinfeld nach langem Zögern und einer Umstrukturierung behielt.
sil/Reuters/dpa