Konjunktur Benzinpreise beschleunigen Inflation
Wiesbaden - "Die Beschleunigung des Preisanstiegs ist im Wesentlichen auf die Preise für Kraftstoffe zurückzuführen, die im Juni rund neun Prozent höher waren als im Mai", teilte das Statistische Bundesamt mit.
Im Mai hatte die Teuerung im Vergleich zum Vorjahr noch bei 1,4 Prozent gelegen und war gegenüber dem Vormonat mit minus 0,1 Prozent sogar leicht rückläufig. Zuvor hatte das Amt bereits für die Erzeugerpreise im Mai im Jahresabstand einen beschleunigten Anstieg auf 2,7 Prozent ermittelt. Auch hier beeinflussten den Angaben zufolge steigende Preise für Mineralölprodukte die Entwicklung stark.
Analysten erwarten, dass die Inflation in der Euro-Zone kurzzeitig über die Marke von 2,0 Prozent steigen könnte. Für Deutschland sei mit 1,9 Prozent die Spitze aber möglicherweise schon erreicht, hieß es bei einer Frankfurter Großbank. Am europäischen Rentenmarkt gerieten die Kurse erneut unter Druck. Auch der Euro fiel am Vormittag kurzzeitig unter die Marke von 0,93 Dollar. Am Nachmittag notierte der Euro mit Kursen um 0,933 Dollar wieder etwas fester.
Bis zu dem Wert von 2,0 Prozent Inflation sieht die Europäische Zentralbank (EZB) im Hinblick auf die Euro-Zone die Preisstabilität gewährleistet.