Konjunktur: Bundesregierung senkt ihre Wachstumsprognose - DER SPIEGEL
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Konjunktur Bundesregierung senkt ihre Wachstumsprognose

Die Regierung wird am Donnerstag ihre Konjunkturprognosen für dieses und kommendes Jahr drastisch nach unten korrigieren. Sie richtet ihre überarbeitete Vorhersage weitgehend an der düsteren Schätzung der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute aus.
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Berlin - In ihrer neuen Schätzung erwarte die Regierung für Deutschland im Jahr 2001 ein Wirtschaftswachstum von 0,75 Prozent und 2002 eines von 1,25 Prozent. Bisher war sie offiziell von 2 beziehungsweise 2,25 Prozent ausgegangen. Das verlautete am Mittwoch aus Berliner Koalitionskreisen.

Die Talsohle werde im Winter durchschritten, 2002 sei eine Besserung in Sicht, wurde in den Kreisen betont. Bundeskanzler Gerhard Schröder versucht indes, Optimismus zu verbreiten. Alle Indikatoren sprächen gegen eine Rezession, sagte er auf einem Gewerkschaftskongress in Frankfurt am Main. Es gebe keinen Grund zum Pessimismus, sondern im Gegenteil Grund zur Zuversicht.

Der für die Schätzung der Bundesregierung zuständige interministerielle Arbeitskreis wird seine Prognosen nach abschließenden Beratungen am Donnerstag in Berlin vorlegen. Mit Spannung wird erwartet, wie die Regierung die Entwicklung der Arbeitslosigkeit einschätzt. Schröder räumte erneut ein, wegen des niedrigen Wachstums werde es vorerst keine entscheidende Wende am Stellenmarkt geben.