Konjunktur: Der Aufschwung steht kurz bevor - DER SPIEGEL
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Konjunktur Der Aufschwung steht kurz bevor

Die Anzeichen für einen Wirtschaftsaufschwung verstärken sich zunehmend. Der Internationale Währungsfonds (IWF) korrigiert seine Konjunkturprognose nach oben, und die Mehrheit der deutschen Topmanager erwartet für das nächste Jahr deutlich steigende Gewinne.
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Frankfurt am Main - Wie das "Handelsblatt" am Mittwoch unter Berufung auf den Frühjahrsausblick des IWF berichtet, dürfte die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 0,9 Prozent und im nächsten sogar um 2,7 Prozent wachsen. Zugleich sagt die Organisation für 2003 eine Beschäftigungszunahme von 0,5 Prozent voraus, nachdem der Stellenabbau in Deutschland in diesem Jahr 0,2 Prozent betragen werde.

Damit liegt die deutsche Wirtschaft allerdings noch immer hinter den prognostizierten Wachstumsraten für die Weltwirtschaft zurück. Denn nach Einschätzung des Währungsfonds ist in diesem Jahr weltweit ein Plus von 2,9 und im nächsten Jahr ein Zuwachs von 4,1 Prozent zu erwarten. Für die USA sagt der IWF 2002 ein Wachstum von 2,3 Prozent voraus. 2003 werde es in den Vereinigten Staaten zu einem Plus von 3,4 Prozent kommen.

59 Prozent der deutschen Manager rechnen für das nächste Jahr wieder mit steigenden Gewinnen. Das geht aus einer vom "Handelsblatt" Business Monitor veröffentlichten Repräsentativ-Umfrage des Psephos-Instituts unter 841 Führungskräften hervor. Jeder vierte Entscheider erwartet eine unveränderte Gewinnsituation und nur neun Prozent befürchten verringerte Erträge.

Besonders optimistisch sind nach der Umfrage die Führungskräfte der Großunternehmen. Hier gehen vier von fünf Befragten von stärker sprudelnden Gewinnen im nächsten Jahr aus. Bei den Branchen sind es nach diesen Angaben vor allem Metall, Handel und Dienstleister, die mit überwiegend positiven Erwartungen in das kommende Jahr blicken.

Risikofaktoren sind Lohnsteigerungen und der Ölpreis

Für 2002 sind die Gewinnerwartungen dagegen noch eher verhalten: Nur 30 Prozent der Führungskräfte glauben an einen Ertragsanstieg, 35 Prozent rechnen mit einer Stagnation der Gewinne, und nach Ansicht eines weiteren Drittels könnte ein Gewinnrückgang eintreten. Die Entwicklung der Auftragslage für das laufende Jahr wird von den Managern allerdings überwiegend positiv eingeschätzt.

Trotz der vom Internationalen Währungsfonds (IWF) nach oben korrigierten Wachstumsaussichten für Deutschland hält die Bundesregierung offenbar an ihrer offiziellen Prognose von 0,75 Prozent für 2002 fest. Die Wirtschaftsexperten in Kanzleramt und Finanzministerium sähen wegen der bestehenden Konjunkturrisiken keinen Grund, die Wachstumsprognose nach oben zu schrauben, berichtete die "Wirtschaftswoche". Neben stark schwankenden Ölpreisen könnten zu hohe Tarifabschlüsse den deutschen Aufschwung gefährden, heißt es nach Darstellung des Blattes in der Regierungszentrale.