Konjunktur EU senkt Wachstumsprognose
Brüssel/Luxemburg - Von April bis Juni werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 bis 0,5 Prozent wachsen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Zuvor war die Behörde von 0,2 bis 0,6 Prozent ausgegangen. Für das dritte Quartal erwartet die Kommission weiterhin ein Wachstum von 0,2 bis 0,6 Prozent. Die EU-Behörde hatte bereits im April die Gesamtjahres-Vorhersage von zwei auf 1,6 Prozent gestutzt und dies mit den anhaltend hohen Ölpreisen begründet.
Die europäische Statistikbehörde Eurostat bestätigte unterdessen das bereits mitgeteilte Wachstum in der Eurozone von 0,5 Prozent im ersten Quartal nach zuvor 0,2 Prozent. Dabei erwies sich Deutschland mit einem Plus von einem Prozent als Konjunkturlokomotive unter den 12 Staaten der Euro-Zone. Italien rutschte hingegen mit einem Minus von 0,5 Prozent nach minus 0,4 Prozent Ende 2004 in eine Rezession.
In der gesamten EU mit 25 Staaten wuchs das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März ebenfalls um 0,5 Prozent nach 0,3 Prozent im Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kam die Euro-Zone laut leicht revidierten Eurostat-Zahlen zu Jahresbeginn auf 1,3 Prozent, die gesamte EU auf 1,6 Prozent.
Auch am europäischen Arbeitsmarkt bleibt die Lage weiter angespannt. Die Arbeitslosenquote verharre im April bei 8,9 Prozent, teilte Eurostat mit.