Konjunktur: Exportwirtschaft vor Aufschwung - DER SPIEGEL
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Konjunktur Exportwirtschaft vor Aufschwung

Nach zwei Jahren Stagnation wird der deutsche Exportmotor 2004 nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) 2004 wieder anspringen. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat bereits das Ende der Konkjunkturflaute gesichtet.
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Berlin - Die steigenden Exporte werden nächstes Jahr die deutsche Wirtschaft um 0,5 Prozent wachsen lassen, prognostiziert der DIHK nach Auswertung seiner Herbstumfrage in 80 Staaten.

Demnach werden die Exporte nach zwei Prozent in 2003 im nächsten Jahr um fünf Prozent steigen. Der Zuwachs der Importe dürfte von 2,4 auf 4,0 Prozent zulegen. "Die Schwächephase der letzten beiden Jahre wird überwunden", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Doch die Achillesferse stelle auch weiterhin die nach wie vor labile weltpolitische Situation sowie die Unsicherheiten der internationalen Finanzmärkte dar.

Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht den Aufschwung kommen. Dafür gebe es verstärkte Anzeichen, sagte er während seines Besuchs in Saudi-Arabien. Es gebe Nachrichten, "dass wir wirklich im dritten und im vierten Quartal dieses Jahres schon mit erfreulichen nach vorne weisenden Anzeichen rechnen können", sagte Schröder vor der Industrie- und Handelskammer in Riad. Die stetig wachsende Zuversicht von Unternehmen und Verbrauchern werde untermauert durch einen Anstieg bei Produktion, privatem Konsum und Exporten.

Der DIHK rechnet mit einem deutschen Handelsüberschuss von 137 Milliarden Euro, was ein Rekordhoch wäre. 2003 habe er mit rund 126 Milliarden Euro stagniert, weshalb der Einfluss auf das Bruttoinlandsprodukt gleich Null gewesen sei. Dieses Jahr hätten die weltweite Wirtschaftsflaute und der starke Euro den Außenhandel negativ beeinflusst.

Während in den zwei Jahren der Stagnation einzig China und die Staaten Mittel- und Osteuropas kräftig steigend Raten an deutschen Produkten orderten, wird der Exportzuwachs laut DIHK 2004 von einer breiten Basis getragen. Das Plus im Außenhandel dürfe in einen verhaltenen weltweiten Aufschwung eingebettet sein. Weltweit werde das Wachstum 3,2 Prozent betragen. Die Hoffnungen richteten sich vor allem auf eine Konjunkturerholung in den USA.

Die im nächsten Jahr anstehende EU-Osterweiterung bringe ebenfalls einen Schub für den deutschen Außenhandel. Auch in Russland und den GUS-Staaten steige die Nachfrage nach Produkten aus der Bundesrepublik wieder an.